Psychotherapie, Coaching, Supervision
Mag. Helmut Egger
Psychotherapeut (Systemische Familientherapie, ÖAS)
Klinischer und Gesundheitspsychologe (BÖP)
Weiterbildung Kinder- und Jugendlichentherapeut (VPA)
Praxis: 5023 Salzburg Zeisigstr. 30 (Gemeinschaftspraxis Gnigl)
4020 Linz Volksfeststrasse 12 (Praxisgemeinschaft Rundherum)
Psychotherapie, Coaching, Supervision
Mag. Helmut Egger
Psychotherapeut (Systemische Familientherapie, ÖAS)
Klinischer und Gesundheitspsychologe (BÖP)
Weiterbildung Kinder- und Jugendlichentherapeut (VPA)
Praxis: 5023 Salzburg Zeisigstr. 30 (Gemeinschaftspraxis Gnigl)
4020 Linz Volksfeststrasse 12 (Praxisgemeinschaft Rundherum)

The symptom is the flag. Go where the flag is

Prof. Gordon Emmerson, Australien, Entwickler der 'Resource-Therapy'

Die therapeutische Arbeit mit verschiedenen Persönlichkeits-Anteilen hat eine lange Geschichte in der Psychotherapie. Ausgehend von Freuds Unterteilung der Persönlichkeit in Ich, Es und Überich hat z.B. die Transaktionsanalyse Methoden entwickelt, mit verschiedenen Anteilen der Persönlichkeit umzugehen (das Eltern-Ich, das Kind-Ich und das Erwachsenen-Ich). Auch die Stühlearbeit in der Gestalttherapie geht von verschiedenen Teilen der Persönlichkeit aus. Und es lassen sich problemlos noch viele weitere Beispiele für Theorien über Persönlichkeitsteile und Ideen für die therapeutische Arbeit mit ebensolchen in anderen psychotherapeutischen Richtungen finden.

In meiner Psychotherapieausbildung habe ich unter Anderem auch den hypnosystemischen Ansatz von Gunther Schmidt kennengelernt und bin über diesen Ansatz mit hilfreichen Ideen in Kontakt gekommen, wie man mit den verschiedenen Seiten und damit verbundenen Ambivalenzen der hilfesuchenden Person therapeutisch hilfreich umgehen kann. Diese Therapierichtung und damit verbunden die Beschäftigung mit der Sichtweise des inneren Teams von Prof. Friedemann Schulz von Thun hat dann mein Interesse an Ansätzen der Egostate-Therapie geweckt, was mich einige Zeit später zur Resource-Therapy (Ressourcen-Therapie) von Prof. Gordon Emmerson aus Australien geführt hat. Dieses Verfahren ist leider in Österreich und Deutschland noch sehr wenig bekannt, während es in der Schweiz inzwischen schon relativ verbreitet ist. Informationen findet man auf der englischsprachigen Website: http://www.resourcetherapyinternational.com

(Stand Jänner 2020:) Es gibt inzwischen auch ein von Prof. Emmerson autorisiertes deutsches Zentrum für die Ressource-Therapy. Hier die entsprechende Homepage: https://www.ressourcen-therapie-zentrum-deutschland.de/ Ebenso gibt es eine österreichische Site: https://resourcetherapy.at/

Mit der Ausbildung in Resource-Therapy in Salzburg und Bamberg konnte ich in den Jahren 2017 bis 2019 ein äußerst hilfreiches Verfahren kennen lernen, mit dem man sehr zielgerichtet und effizient therapeutisch arbeiten kann, weil diese Art des therapeutischen Vorgehens sicherstellt, dass der Teil der Persönlichkeit welcher therapeutische Hilfe braucht – welcher das Problem erlebt, z.B. die Seite in mir, die Verletzungen erlebt hat, traumatisiert ist, diese therapeutische Hilfe auch bekommt, und nicht der Teil in mir, der über das Problem erzählt. Das heißt, man redet nicht nur über die Probleme, sondern man ändert gemeinsam das emotionale Erleben ebendieser Probleme.  Dasselbe gilt auch für die aus der Verhaltenstherapie hervorgegangene Schematherapie, der ebenfalls ein Teile- oder Seitenmodell zugrundeliegt in Form der sogenannten Schemata und Modi. Dass ich aktuell auch eine Ausbildung in Schematherapie absolviere, erlebe ich so als wertvolle Ergänzung der Resource-Therapy und als Vervollständigung meiner therapeutischen Möglichkeiten (auf der Homepage des ältesten Ausbildungsinstituts für Schematherapie in Deutschland, des IST-Frankfurt, lassen sich erste Informationen zur Schematherapie finden: https://www.schematherapie-frankfurt.de/

Ich sehe diese Arbeit, die mehr aufs emotionale Erleben (auch gerade auf problematisches und schmerzhaftes Erleben) fokussiert ist, als wertvolle Ergänzung zu den lösungsorientierten und narrativen Therapieverfahren, die auch eine sehr wichtige Stelle in meiner therapeutischen Arbeit einnehmen. Die Stärke der lösungsorientierten und narrativen Verfahren ist die Fokussierung aufs Positive (das auch immer vorhanden ist, aber oft nicht mehr gesehen werden kann) und auf den Zielzustand, den man in der Therapie erreichen möchte.Das setzt meiner Erfahrung nach oft erstaunliche Kräfte frei.  Aber manchmal reicht eben diese Fokussierung aufs Positive und auf das Ziel nicht aus, sondern man muss auch gemeinsam da hin gehen können, wo der Schmerz ist. Das setzt natürlich eine sichere Methode voraus, die diesen Schmerz aushaltbar und veränderbar macht. Es erscheint mir hilfreich, hier verschiedene Möglichkeiten und Ansatzpunkte zu kennen, um hilfreiche Veränderungen anstossen zu können. Was allen diesen therapeutischen Verfahren gemeinsam ist und was mir in meiner Arbeit äußerst wichtig ist, das ist die Botschaft, dass positive Veränderung IMMER möglich ist.